Zwischen Himmel, Wald und Geschichte
Das Jagdschloss Granitz – Majestätisch über Rügen
Idyllischer kann ein Jagdschloss kaum liegen: Eingebettet in die grünen Hügel des 1.000 Hektar großen Waldgebiets der Granitz, erhebt sich das Schloss wie eine Krone über dem Südosten Rügens. Auf dem 107 m hohen Tempelberg gelegen, bietet es nicht nur einen Ort voller Geschichte, sondern auch einen der spektakulärsten Aussichtspunkte der Insel.
Fürstliche Geschichte mit Fernblick
Erbaut zwischen 1836 und 1846 im Stil der norditalienischen Renaissance, war das Schloss einst exklusiver Jagdsitz der Fürsten von Putbus. Entworfen wurde der Bau von Johann Gottfried Steinmeyer, später um den zentralen Aussichtsturm nach Plänen des berühmten Karl Friedrich Schinkel ergänzt.
Das Herzstück: ein 38 m hoher Mittelturm, dessen gusseiserne Wendeltreppe (ohne Geländer!) Schwindelfreie auf eine unvergleichliche Aussicht entlässt – über die Baumwipfel der Granitz, bis zur Kreideküste und über das glitzernde Blau der Ostsee.
Gut zu wissen:
Adresse:
Jagdschloss Granitz, 18609 Binz / Tempelberg
Barrierefreiheit:
Eingeschränkt (Turm nur über Treppe erreichbar)
Öffnungszeiten:
April–Oktober: 10–18 Uhr, November–März: 10–16 Uhr
Anreise:
Gut erreichbar zu Fuß über zahlreiche Wanderwege ab Binz, Sellin oder Lancken-Granitz – alternativ bequem mit der Rügenschen BäderBahn oder dem eigenen PKW.
Die Granitz – Natur trifft Kultur
Die „Granitz“, heute Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Südost-Rügen, ist ein Schatz für Wanderer, Naturliebhaber und Geschichtsinteressierte zugleich. Egal ob zu Fuß durch die herrlichen Buchenwälder oder gemütlich mit dem Jagdschlossexpress von Binz: Die Anreise wird zum Erlebnis.
Tipp für deinen Besuch
Früh morgens liegt oft noch ein märchenhafter Nebelschleier über dem Wald – perfekt für Fotografen und Romantiker.
Herbst? Dann zeigt die Granitz ihr buntestes Gesicht.
Und wer die Wendeltreppe erklimmt, wird mit einem der schönsten Panoramablicke Rügens belohnt.
